Heute schicken wir einen großen Stern voller Liebe an meinen Bruder Norbert im Krankenhaus.Wir denken an dich, bis bald. *knuddel*
Letztes Jahr hat unser guter Kumpel Uwe seinen Motorbootführerschein gemacht und uns für heute zu einer kleinen Spritztour auf dem Zürisee eingeladen. Für uns ist das eine Premiere, denn wir sind zwar schon mit größeren Booten und Schiffen unterwegs gewesen, aber noch nie mit einem dieser kleinen Flitzer. Wir sind schon sehr gespannt, wie sich das anfühlt.Gemeinsamer Treffpunkt für unseren Ausflug ist das zum Restaurant umgebaute Boot MS Glärnisch, das direkt am Seeplatz von Wädenswil liegt. Uwe ist hier schon ein alter Bekannter und bezeichnet das Boot gern als sein zweites Wohnzimmer, was man gut verstehen kann. Das Bootsrestaurant bietet eine schöne Aussicht auf den See, es sind immer ein paar nette Bekannte da, es gibt kalte und warme Speisen und natürlich darf auch eine gut sortierte Bar mit einem gemütlichen Tresen nicht fehlen.
Aber wir sind ja heute nicht zum picheln und plaudern hier und so führt uns Uwe nach ein paar Begrüßungsknuddels gleich zum Motorboot, das praktischerweise direkt hinterm Restaurant angebunden ist. Ganz schön schnittig, das kleine Schmuckstück, der bringt es bestimmt auf ein ordentliches Tempo. Aber erstmal lassen wir es gemütlich angehen und tuckern in gemächlichem Tempo in Richtung Osten.
Uwe hat ein richtig tolles Programm für uns zusammengestellt mit insgesamt fünf Stationen, allesamt Neuland für uns. Los geht es mit der gerade mal 400 Meter kleinen Insel Lützelau, die zum Kanton Schwyz gehört. Hier kommt man tatsächlich nur hin, wenn man ein eigenes Boot besitzt. Ich darf mich gleich mal beim Anlegen nützlich machen, dafür muss ich mit dem Seil vom Bug auf den Steg springen und das Boot in Position ziehen. Das klingt aber viel komplizierter, als es tatsächlich ist. Vom Steg aus geht es über eine Wiese zum einzigen Gebäude auf der Insel, einer netten kleinen Pinte mit Tischen, Holzbänken und einem Strandkorb. Hier nehmen wir die erste Erfrischung ein und genießen den wundervollen Blick auf den See, während uns Uwe erklärt, dass es wegen der scharfkantigen Seemuscheln keine gute Idee ist, hier barfuss ins Wasser zu gehen.
Mit dem Wetter haben wir heute richtig großes Glück. Der Spätsommer zeigt sich nochmal von seiner angenehmsten Seite und selbst unsere Fleecejacken sind die meiste Zeit über zu warm. Besser so als anders herum.
Die zweite Station ist der Ort Rapperswil, der wiederum zum Kanton St. Gallen gehört. Schon von weitem kann man das imposante Schloss von Rapperswil bewundern und nachdem Uwe hört, dass wir noch niemals dort waren, entscheidet er kurzerhand, dass wir einen kleinen Stadtbummel einlegen. Zum zweiten Mal heute darf ich Uwe beim Anlegen assistieren. Rapperswil hat einen vergleichsweise großen Hafen, gemessen an der Größe des Ortes selbst. Und praktischerweise ist man vom Bootssteg aus sofort im Ortskern. Heute scheint auch irgendein Volksfest zu sein, überall stehen Futterhäuschen und kleine Karussels sowie Stände mit allerlei Souvenirs. Wir arbeiten uns erst einmal durch die Menschenmassen hinauf zum Schloss, hier ist es schon deutlich weniger voll. Der Ort und das Schloss sind echt toll. Uwe erzählt, dass Rapperswil unter anderem für seine tollen Rosengärten berühmt ist. Von oben hat man einen sagenhaften Blick über den Zürisee und den ganzen Ort. Der Abstecher allein wäre die heutige Tour schon wert gewesen. Auf dem Rückweg können wir uns in einem der Rosengärten des Schlosses selbst davon überzeugen, dass Uwe nicht übertrieben hat. Trotz der größtenteils schon abgeblühten Sträucher finden sich doch noch einige wunderschöne Exemplare. Und besonders eine davon verströmt einen Duft, als wenn man die Blüte künstlich parfümiert hätte. So ein intensiv-rundes Aroma mit Zitrusnoten habe ich bei einer Rose noch nie gerochen. Zurück im Ort gönnen wir uns noch ein leckeres Softeis, dann geht es weiter zur nächsten Station.
Es geht weiter nach Osten, erst unter der Seedammstrasse hindurch und dann langsam durch seichtes Gewässer. Hier dürfen wir nur sehr langsam fahren. Uwe erklärt uns, dass das Gewässer rund um Rapperswil so flach ist, dass man bei nur wenig schnellerer Fahrt sofort mit der Schraube auf den Seeboden käme, was natürlich nicht so ratsam ist. Nachdem wir das flache Stück passiert haben, können wir aber wieder kräftig aufdrehen. Jetzt gibt Uwe mal so richtig Stoff und verkündet wenig später, dass wir 80 Sachen draufhaben. Das merkt man auch. Obwohl der See eigentlich spiegelglatt erscheint, merken wir bei dieser Geschwindigkeit jede noch so kleine Unebenheit wie einen Hammerschlag. Aus diesem Grund fährt Uwe auch immer im 90°-Winkel auf die Bugwellen anderer Boote, um die Schläge so abzudämpfen. Für ein paar Minuten darf ich auch mal das Steuer übernehmen, es macht einen Heidenspaß. Da kann man verstehen, dass so viele Leute ihr eigenes Bootchen haben wollen.
Diesmal legen wir beim Flughafen Lachen an, Uwe hat schon mehrfach heute vom grandiosen Kaffee (mit Schuss!) geschwärmt, der dort serviert wird. Das Flughafencafé befindet sich unmittelbar neben der Start- und Landebahn und wir können während der Kaffeepause diverse Starts und Landungen beobachten. Hier kann man auch Rundflüge buchen, das merken wir uns auf jeden Fall für einen späteren Ausflug. Highlight des Flugbetriebs ist der Start eines alten Doppeldeckers. Ich weiß nicht, ob ich mich in so eine Klamottenkiste trauen würde. Uwes Lieblingskaffee ist übrigens ein klassischer Irish Coffee.
Ab jetzt bewegen wir uns wieder in westlicher Richtung, allerdings in der südlichen Hälfte des Sees. Die vierte Station führt uns zum Hafen von Hurden. Erst ist uns nicht ganz klar, warum Uwe diesen kleinen Schlenker macht, aber dann bekommen wir die Villen und Anwesen zu sehen, die hier am Seeufer stehen. Hier kann man - selbst nach Schweizer Standards - sehen, wie Häuser, Gärten und Boote reicher Leute aussehen. Wir kommen die nächste halbe Stunde aus dem Staunen nicht mehr heraus. Neben modernen Villen mit viel Glas, Granit und Stahl sind auch klassische Häuser vertreten sowie italienische und griechische Einschläge. Die Gartenanlagen sind bis auf den letzten Grashalm getrimmt und mit den passenden Assecoires bestückt. Und natürlich fehlt fast nirgends der hauseigene Anlegesteg. Für die etwas größeren Boote gibt es mehrere Bootsgaragen. Und was für Apparate hier stehen! Einige davon sind hundertprozentig hochseetauglich, haben mehrere Kabinen und könnten problemlos 20-30 Passagiere aufnehmen. Wieso haben manche Leute solche Yachten am Zürichsee stehen?
Angemessen beeindruckt geht es dann zu unserer letzten Station für heute, die uns schon fast wieder zum Ausgangspunkt unseres Ausflugs zurückführt. Mit der Insel Lützelau haben wir heute begonnen, mit der etwas größeren Schwesterinsel Ufenau beenden wir die Runde. Einmal noch absolvieren wir das Anlegemanöver - inzwischen bin ich schon richtig routiniert - und dann laufen wir gemütlich zum einzigen Restaurant der Insel. Begrüßt werden wir dabei von einer Herde Kälber, die nach Uwes Ansicht lediglich für das richtige Alm-Feeling auf die Insel gebracht wurden. Neben den Kälbern gibt es auch noch zwei Esel. Nachdem wir uns heute überwiegend flüssig ernährt haben, ist es jetzt an der Zeit für eine etwas handfestere Mahlzeit. Es gibt Käse-Wurst-Salat und Fischknusperli mit Remouladensoße, dazu frisches Brot und ein Panache, das man in Deutschland unter der Bezeichnung Radler oder Alster kennt. Die gute Seeluft hat uns ordentlich Appetit gemacht und so schmeckt es gleich doppelt gut.
Schweren Herzens geht es nun zurück zum Boot, ist es wirklich schon vorbei? Es dämmert schon ein wenig, der Wind hat aufgefrischt und in der letzten Stunde sind auch die ersten dichteren Wolken aufgezogen. Damit wir das Vergnügen noch ein wenig länger genießen können, bietet uns Uwe an, uns bis zum Bahnhof nach Horgen zu fahren. Das Angebot nehmen wir liebendgerne an. Und so geht es noch einmal mit Vollgas den See entlang. Über uns hängt eine atemberaubend schöne Wolke in Gestalt eines Greifvogels, die in allen Regenbogenfarben schimmert. Das passende Finale für einen perfekten Tag.
Am Bahnhof Horgen steigen wir aus, natürlich nicht, bevor wir Uwe nochmal kräftig für diesen wundervollen Tag gedrückt haben! Das war mit Sicherheit einer der schönsten Tage, die wir hier in den vergangenen 23 Monaten erlebt haben - und wir haben schon so einiges erlebt. Es gibt eigentlich nur eine einzige Kleinigkeit, die mich an diesem Tag stört: ICH ESEL HABE MEINE KAMERA ZUHAUSE VERGESSEN.
Damit wir an diesem Pfingstwochenende nicht ganz versacken, haben wir uns mit Peters liebem Arbeitskollegen David verabredet, einmal um den Greifensee zu laufen. Einmal sind wir dorthin schon mit dem Fahrrad gefahren, haben den See dann aber nicht noch umrundet.

Wenn sowohl Anke als auch ich - unabhängig voneinander - von unseren Arbeitskollegen einen ganz tollen Weihnachtsmarkt empfohlen bekommen, ist es natürlich Ehrensache, sich die Sache auch mal vor Ort anzusehen. Allerdings hatten wir nicht allzu lange Bedenkzeit, denn dieser Weihnachtsmarkt findet nur für genau vier (4) Tage statt!
Da es bis Weihnachten noch soooo weit ist und wir trotzdem das Gefühl haben, eine kleine Auszeit zu brauchen, haben wir uns die Wartezeit noch mit einem Kurzurlaub in Adelboden versüßt. Adelboden liegt im Berner Oberland und ist den meisten Schweizern als beliebtes Skigebiet ein Begriff.
Eigentlich eine Schande, dass wir so dicht beim Rheinfall wohnen und es in knapp einem Jahr nicht geschafft haben, dorthin mal einen Ausflug zu machen. Aber mit den Gästen schaffen wir es nun endlich. Und soviel kann man gleich schon vorwegnehmen: dieses Ziel ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.
Mitte September hatten wir wieder Gäste aus der Heimat: Ankes Bruder Norbert und seine Frau Kerstin. Und natürlich ließen wir es uns auch diesmal nicht nehmen, den beiden ein paar schöne Ecken der Schweiz zu zeigen. Für das richtige Gebirgs-Feeling hatte sich schon bei früheren Besuchen der Pilatus bei Luzern bewährt. Doch diesmal wollten wir die XXL-Version erleben, die sogenannte Goldtour. Bei der Goldtour lernt man den Pilatus - buchstäblich - von allen Seiten und aus unterschiedlichsten Perspektiven kennen.
Eine Schande ist das! Da wohnt man gerade mal zwei Kilometer von einem wunderschönen Naherholungsgebiet entfernt, und dann bekommt man es fast den ganzen Sommer nicht hin, dort auch mal eine Runde schwimmen zu gehen. Bisher sind wir lediglich des öfteren am See entlang spaziert.
Wer kennt es nicht auch noch, das schöne Jugendbuch von Boy Lornson, in dem Robbi und Tobbi Abenteuer bestehen müssen (und das von Maus-Macher Armin Maiwald legendär verfilmt wurde). Dieses mehrfach-taugliche Vehikel konnte Fliegen, auf dem Wasser fahren und wie ein Auto ("tüüt") auf der Strasse fahren.
Vor einigen Tagen stand unsere Wohnung unter Belagerung! Das warme Wetter der letzten Wochen hatte zur Folge, dass derzeit eine regelrechte Plage schwärmender Ameisen über Zürich (zumindest aber unsere Wohnstätte betreffend) hinwegzog. Wir hatten das zweifelhafte Vergnügen gleich zweimal. Zuerst befielen die Ameisen das Fenster des Gästezimmers. Das ging noch relativ glimpflich vonstatten und wir konnten uns der Tiere mit Backpulver ziemlich schnell entledigen. Aber nur wenige Tage danach kam der nächste Schwung und diesmal waren es regelrechte Massen: Das Ziel der zweiten Welle war unser Küchenfenster und dort schienen dann auch größere Mengen Backpulvers zunächst nichts auszurichten. Man geht mit einem ziemlich kribbeligen Gefühl ins Bett, wenn man weiß, dass nur wenige Meter entfernt einige tausend Krabbeltiere die Fassade rauf- und runtermarschieren.Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Ort Forch, den man vom Bahnhof Zürich-Stadelhofen aus mit der sogenannten Forchbahn - einer rot-weiß lackierten Tram, - erreichen kann. Schon bei der Anfahrt bekamen wir einiges zu sehen. Forch liegt, verglichen mit Zürich-Innenstadt, ein gutes Stück höher gelegen und so klettert die Forchbahn beständig 20 Minuten lang die Hügel empor. Es ist immer wieder erstaunlich: man fährt in der Innenstadt los und nur wenig später ist man inmitten schönster Natur.
Das Wetter ist heute für eine lange Wanderung schon fast zu heiß, aber die Pfannenstiel-Route führt die Hälfte der Strecke durch schöne Wälder und dort kann man es auch bei großer Hitze gut aushalten. Vom Bahnhof aus geht es durch den Ort Forch und dann in den Wald hinein. Die ersten fünf Kilometer führen bergauf und man kommt, zwischen den Waldabschnitten, auch immer wieder an vereinzelten Höfen vorbei, wo Kühe, Schafe und Ziegen im Schatten liegen. Wo immer es Tiere hat, hört man das typische Bimmeln der Glocken, die die Vierbeiner hier um den Hals haben. Anderswo würde das vielleicht kitschig wirken, aber hier ist es einfach nur schön.
Der erste gemeisterte Anstieg wird durch einen wunderschönen Blick auf den Greifensee belohnt, den wir uns bei einer Fahrradtour auch schon aus der Nähe angesehen haben. Kurz vor dem höchsten Punkt des Pfannenstiels steht ein stählerner Aussichtsturm, der sog. Bachtelturm. Der Aufstieg ist etwas anstrengend und man sollte ein bisschen schwindelfrei sein, aber von oben hat man einen fabelhaften Rundblick über den Züri(ch)see und die sich dahinter erstreckenden Berggipfel. Wirklich erstaunlich, selbst Anfang Juni hat es dort oben noch immer reichlich Schnee.
Nun wird es erstmal Zeit für ein Mittagessen. Das Restaurant Hohenwacht, das nur wenige hundert Meter hinter dem Aussichtsturm liegt, bietet eine leckere Auswahl an deftigen, gutbürgerlichen Gerichten. Schon der Vorspeisensalat mit dem köstlichen Dressing war eine Gaumenfreude und auch der Hauptgang ließ nichts zu wünschen übrig.
Nun laufen wir eine Weile bergab bis zum Ort Toggwil, dem - mit 643 Metern über dem Meer - tiefsten Punkt der Wanderung. Das Restaurant lag auf über 800 Metern. So schön es ist, eine Weile entspannt bergab zu gehen, so anstrengend ist es, wenn es dann wieder drei Kilometer ausschließlich bergauf geht. Genau das stand uns nun bevor, entgegen der Angabe im Wanderführer. Vorbei an mehreren gepflegten Pferdehöfen kamen wir wieder in den Wald und gerieten schon ziemlich ins Schnaufen bei den teilweise sehr steilen Anstiegen. Wenn man dann die finale Kuppe erreicht hat und weiß, dass es nun wieder für geraume Zeit bergab geht, ist man doch ziemlich erleichtert.
Als kleine Premiere konnte Peter heute seinen ersten Fuchs in freier Wildbahn erleben. Offenbar hatten wir ihn bei der Mäusejagd gestört und er verzog sich sofort in den Wald. Wildlebende Füchse kann man in Deutschland auch nicht an jeder Ecke finden.
Nach insgesamt 16 Kilometern hatten wir unseren Ausgangspunkt Forch wieder erreicht und waren ziemlich froh darüber. Bei so ungeübten Wanderern wie uns fühlen sich die Füße nach so einer Tour doppelt so groß an. Mit der Forchbahn ging es zurück zum Bahnhof Stadelhofen, wo wir uns mit einem sehr köstlichen Softeis belohnten.
Hier die Fotos bei Picasa.
(Eine kleine Anmerkung vorweg für gelangweilte Juristen unter den Lesern: die nachfolgenden Ausführungen geben die persönlichen und subjektiven Erfahrungen von zwei Privatpersonen für einen Zeitraum von ca. drei Stunden wieder, sind also in keiner Weise repräsentativ und erheben auch keinen Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.)