Woher manche Redensarten und Sprichwörter kommen, weiss man ja nicht immer so genau. Gestern in Zürich hat es jemand aber sehr wörtlich gemeint, dass er/sie sich von seiner alten Heimstatt verabschiedet hat. Wir fanden es auch sehr "herzig".
14. März 2012
4. März 2012
Kommentar
Zitat von Peter, der etwas über den Begriff "Arbeitsverdichtung" in der Zeitung las:
"Arbeitsverdichtung führt zu vermehrt freizeitfernen Schichten".
3. März 2012
Eine neue Liebe - Todtmoos
Nachdem man nun in der Schweiz des öfteren in der kalten Jahreszeit gefragt wird, ob man auch Ski fahren könne - was wir bislang immer verneinen mussten - und daraufhin immer hörten:"Das müsst ihr aber unbedingt lernen!", haben wir uns also dem geballten Gruppendruck gebeugt und uns entschlossen, im heimeligen Todtmoos im Schwarzwald einen Kurs zu belegen.
Unser erstes Ski-Wochenende führte uns am 21. Januar 2012 ins Hotel Rössle und zur Todtmooser Skischule von Andreas Faschian. Vom sympatischen Chef persönlich wurden wir zunächst mit unserer Leihausrüstung ausgestattet und hatten also unsere ersten Übungen am Hochkopf. Zu Beginn gewöhnten wir uns an die klobigen Skischuhe, das Bewegen auf Skiern - die ja irgendwie gern in Richtungen davonfahren wollten, die der drauf Angeschnallte nicht so bestellt hatte. Nachdem wir die ersten wenigen wackligen Meter im Pflug (für Kinder wird das gern "Pizzastück" oder "Zuckertüte" genannt) überstanden hatten, folgte dann hauptsächlich das anstrengende wiederholte Hinauf-Laufen mit Skiern. Aller Anfang ist schwer und der wurde uns hier nicht erspart *schnauf*. Sehnsüchtig dachten wir dann schon an die Zeiten, wo uns ein Ski-Lift diese Mühsal ersparen würde, aber das war noch in weiter Ferne. Muskelkater blieb natürlich nicht aus.
Wir hatten hier aber noch nicht die Nase voll, sondern kamen 14 Tage später (3. Februar 2012) mutig zurück - wieder im Hotel Rössle - und haben dann die nächsten Lektionen, diesmal an der Piste in Herrenschwand gelernt. Am Ende der Piste war jetzt ein längeres Stück zu Fahren - und Laufen - und es strengte doch ziemlich an. In unseren warmen Ski-Klamotten wurde uns tüchtig warm, Frieren war niemals eine Gefahr für uns und das obwohl wir fast arktische Temperaturen von -10 Grad Celsius hatten.
Am 2. Tag unseres Aufenthalts ging's dann in die Vollen: nach den anfänglichen, aufwärmenden Fahr- und Laufübungen ging es nun erstmalig an den Ski-Lift. Ein Bügellift nimmt 2 Skifahrer auf und zieht sie die ca. 800 m bis zum Beginn der Piste hoch. Bei den ersten Fahrten wurden wir vom Skilehrer und einem Kollegen von der Bergwacht begleitet, damit der Ausstieg und die Fahrt sicher klappt. Unsere erste selbstständige Fahrt endete damit, dass wir beide auf der Nase landeten, aber das sollte auch das einzige Mal bleiben.
Unsere erste längere Abfahrt also, die wir in vielen S-Bögen im Pflug ("Pflugbögen") bewältigten, garniert mit einigen Stürzen auf den Popo und dankenswertem Aufhelfen durch Andreas. Mulmig war mir (Anke) bei diesen Fahrten schon, da meine Kräfte nicht so reichlich waren wie Peters und ich wegen der drückenden Ski-Schuhe immer mal eine Pause brauchte. Aber die Jungs konnten auch gut alleine fahren.
Unser drittes Wochenende nach Todtmoos führte uns am 17. Februar 2012 diesmal ins Hotel Schwarzwälder Hof. Am Freitag holten wir nur die Ausrüstung und fuhren noch nicht. Wegen Fasching war einiges los im Ort und die allemannischen Fasnachts-Figuren liefen - teils recht unheimlich verkleidet - mit viel Radau durch die Straßen. Am Samstag ging es wieder nach Herrenschwand und wir verbesserten unsere Pflugtechnik und ergänzten unsere Fähigkeiten durch kontrolliertes seitliches Rutschen - falls man mal an eine steile Stelle kommt, die man nicht anders zu bewältigen weiß.
Am Sonntag waren wir besonders mutig und wagten uns noch einmal allein an einen kleinen Lift (Hochkopf II) und machten dort eine Abfahrt. Wegen schlechter Sicht (Schneefall und Nebel) sowie kräftigem Muskelkater, fuhren wir nur einmal und machten uns dann auf den Heimweg.
Das jetzige Wochenende (2. März 2012) war der Höhepunkt unseres Ski-Abenteuers. Das schönste Hotel am Platze hat endlich ein Zimmer für uns frei und wir genossen den Aufenthalt in La Quinta bei der denkbar besten Gastgeberin - Frau Coman. Da nun der Frühling mit höheren Temperaturen schon dem Schnee stark zu Leibe rückte, blieb nur ein offener Lift für uns: Kirchberg. Die neuste Lektion durch Andreas eröffnete uns ganz neue Erfahrungen. Statt weiterhin kraftzehrende Pflugbögen zu fahren, lernten wir nun nach der Kurve einen Schwung mit den Skiern zu machen, der sie parallel stellt und das Tempo verringert, dabei aber gute Fahrtkontrolle erlaubt ("Pflugschwingen"). So wirkten wir schon einigermaßen elegant und konnten einige vergnügliche Abfahrten am Vormittag erleben. Die trüben Tage der Voll-Anfänger sind vorbei und der Spaß ging also richtig los. So sehr, dass wir am Nachmittag noch einmal für 1 Stunde allein auf die Piste kamen und weiter übten.
Für diese Saison in Todtmoos sollte es das also gewesen sein, als wir am Sonntag noch ein letztes Mal am Kirchberg starteten. Bereits um 9 Uhr hatten wir uns verabredet und der Schnee war eisig und grisselig und die fehlende Sonne machte die Sicht auf der Piste schlecht - man konnte kaum seinen Weg finden. Wegen Muskelkaters und einer dicken Prellung am rechten Unterschenkel hat sich Anke bereits nach einer Fahrt verabschiedet, aber Peter brachte es noch insgesamt auf 1.5 Stunden lernbegierigen Trainings.

Jetzt genossen wir noch den Rest des Sonntags und sind in der Rückschau froh und stolz, dieses Abenteuer gewagt zu haben. Ein paar Regionen in der Schweiz sind jetzt die nächsten Ziele - und hoffentlich werden wir dort auch soviel Spaß haben wie im nächsten Winter - ganz sicher wieder in Todtmoos.
Unser erstes Ski-Wochenende führte uns am 21. Januar 2012 ins Hotel Rössle und zur Todtmooser Skischule von Andreas Faschian. Vom sympatischen Chef persönlich wurden wir zunächst mit unserer Leihausrüstung ausgestattet und hatten also unsere ersten Übungen am Hochkopf. Zu Beginn gewöhnten wir uns an die klobigen Skischuhe, das Bewegen auf Skiern - die ja irgendwie gern in Richtungen davonfahren wollten, die der drauf Angeschnallte nicht so bestellt hatte. Nachdem wir die ersten wenigen wackligen Meter im Pflug (für Kinder wird das gern "Pizzastück" oder "Zuckertüte" genannt) überstanden hatten, folgte dann hauptsächlich das anstrengende wiederholte Hinauf-Laufen mit Skiern. Aller Anfang ist schwer und der wurde uns hier nicht erspart *schnauf*. Sehnsüchtig dachten wir dann schon an die Zeiten, wo uns ein Ski-Lift diese Mühsal ersparen würde, aber das war noch in weiter Ferne. Muskelkater blieb natürlich nicht aus.
Am 2. Tag unseres Aufenthalts ging's dann in die Vollen: nach den anfänglichen, aufwärmenden Fahr- und Laufübungen ging es nun erstmalig an den Ski-Lift. Ein Bügellift nimmt 2 Skifahrer auf und zieht sie die ca. 800 m bis zum Beginn der Piste hoch. Bei den ersten Fahrten wurden wir vom Skilehrer und einem Kollegen von der Bergwacht begleitet, damit der Ausstieg und die Fahrt sicher klappt. Unsere erste selbstständige Fahrt endete damit, dass wir beide auf der Nase landeten, aber das sollte auch das einzige Mal bleiben.
Unsere erste längere Abfahrt also, die wir in vielen S-Bögen im Pflug ("Pflugbögen") bewältigten, garniert mit einigen Stürzen auf den Popo und dankenswertem Aufhelfen durch Andreas. Mulmig war mir (Anke) bei diesen Fahrten schon, da meine Kräfte nicht so reichlich waren wie Peters und ich wegen der drückenden Ski-Schuhe immer mal eine Pause brauchte. Aber die Jungs konnten auch gut alleine fahren.
Am Sonntag waren wir besonders mutig und wagten uns noch einmal allein an einen kleinen Lift (Hochkopf II) und machten dort eine Abfahrt. Wegen schlechter Sicht (Schneefall und Nebel) sowie kräftigem Muskelkater, fuhren wir nur einmal und machten uns dann auf den Heimweg.
Das jetzige Wochenende (2. März 2012) war der Höhepunkt unseres Ski-Abenteuers. Das schönste Hotel am Platze hat endlich ein Zimmer für uns frei und wir genossen den Aufenthalt in La Quinta bei der denkbar besten Gastgeberin - Frau Coman. Da nun der Frühling mit höheren Temperaturen schon dem Schnee stark zu Leibe rückte, blieb nur ein offener Lift für uns: Kirchberg. Die neuste Lektion durch Andreas eröffnete uns ganz neue Erfahrungen. Statt weiterhin kraftzehrende Pflugbögen zu fahren, lernten wir nun nach der Kurve einen Schwung mit den Skiern zu machen, der sie parallel stellt und das Tempo verringert, dabei aber gute Fahrtkontrolle erlaubt ("Pflugschwingen"). So wirkten wir schon einigermaßen elegant und konnten einige vergnügliche Abfahrten am Vormittag erleben. Die trüben Tage der Voll-Anfänger sind vorbei und der Spaß ging also richtig los. So sehr, dass wir am Nachmittag noch einmal für 1 Stunde allein auf die Piste kamen und weiter übten.
Für diese Saison in Todtmoos sollte es das also gewesen sein, als wir am Sonntag noch ein letztes Mal am Kirchberg starteten. Bereits um 9 Uhr hatten wir uns verabredet und der Schnee war eisig und grisselig und die fehlende Sonne machte die Sicht auf der Piste schlecht - man konnte kaum seinen Weg finden. Wegen Muskelkaters und einer dicken Prellung am rechten Unterschenkel hat sich Anke bereits nach einer Fahrt verabschiedet, aber Peter brachte es noch insgesamt auf 1.5 Stunden lernbegierigen Trainings.

Jetzt genossen wir noch den Rest des Sonntags und sind in der Rückschau froh und stolz, dieses Abenteuer gewagt zu haben. Ein paar Regionen in der Schweiz sind jetzt die nächsten Ziele - und hoffentlich werden wir dort auch soviel Spaß haben wie im nächsten Winter - ganz sicher wieder in Todtmoos.
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