Eigentlich eine Schande, dass wir so dicht beim Rheinfall wohnen und es in knapp einem Jahr nicht geschafft haben, dorthin mal einen Ausflug zu machen. Aber mit den Gästen schaffen wir es nun endlich. Und soviel kann man gleich schon vorwegnehmen: dieses Ziel ist auf jeden Fall einen Ausflug wert.Schon die Dimension des Parkplatzes und der Touristeninfo geben einen ersten Eindruck davon, wieviel Betrieb hier im Sommer und den Ferienzeiten bzw. am Wochenende herrschen muss. Zum Glück sind wir außerhalb der Hochsaison hier und können alles ohne großes Gedränge erleben. Selbst das Wetter macht mit. Wir haben zwar keinen blauen Himmel, aber angenehme Temperaturen und keinen Regen.
Wir beginnen die Tour in einem kleinen Museum, in dem gemischte Exponate unterschiedlicher Epochen ausgestellt sind. Besonders nett ist eine Sammlung unterschiedlicher Sessel und Stühle aus mehreren Jahrhunderten. Durch die Museumsfenster kann man auch schon einen ersten beeindruckenden Blick auf den Rheinfall erhaschen. Wow! Kein Wunder, dass dieses Schauspiel jedes Jahr so viele Gäste anlockt. Riesige Wassermassen rollen sich über die Felsen in die Tiefe und produzieren dabei eine unvergleichliche Kulisse - sowohl für Augen als auch Ohren.
Das Schauspiel sehen wir uns doch gleich mal aus der Nähe an. Und viel mehr Nähe als am Rheinfall kann man zu tosendem Wasser kaum haben. Aussichtsplattformen ragen - nur wenige Zentimeter über dem Getöse - ein gutes Stück über den Fluss. Am äußersten Rand einer solchen Plattform kann es einem schon mulmig werden, wenn man die Flut unter sich vorbeitoben sieht. Wer da reingerät, hätte vermutlich keine Chance. Treppen und Wege verbinden die zahlreichen Aussichtspunkte. Besonders mutige (und wasserfest gekleidete) Gäste können sich mit dem Boot zu einem Felsen fahren lassen, der direkt im Zentrum des rauschenden Wassers steht. Da wir zwar den nötigen Mut, nicht jedoch die passende Kleidung nebst Schuhwerk dabei haben, verzichten wir heute auf dieses Abenteuer.
Stattdessen wandern wir über die Brücke auf die andere Seite des Flusses, wo wir einen wunderschönen Blick auf die Burg haben. Der Rheinfall ist auch aus dieser Perspektive sehr schön und mit Sicherheit ein beliebtes Fotomotiv. Die Uferpromenade auf dieser Seite bietet darüber hinaus alles, was der Tourist benötigt: Erfrischungen, Hot Dogs, Souvenirs und Postkarten. Am Ende des Weges liegt der Anlegesteg der Rheinfall-Boote. Statt zum Felsen in der Mitte kann man auch einfach nur zum anderen Ufer übersetzen. Für diese Variante entscheiden wir uns. Und bis das Boot ablegt, bestaunen wir noch die zahlreichen Fische, die sich hier im - inzwischen wieder ruhigen - Wasser tummeln. Ein ganzer Schwarm hat sich hier niedergelassen und offenbar auch keine größere Scheu. Bis auf wenige Zentimeter kommen sie im flachen Wasser heran.
Bei Übersetzen ans andere Ufer können wir noch einmal die ganze Pracht dieses Schauspiels genießen. Vom Steg aus kann man anschließend mit einem gläsernen Aufzug zum Museum zurückkehren und sich den beschwerlichen Aufstieg zur Burg sparen. Damit wäre die Runde vollendet. Noch einen Kaffee zum Abschluss und dann wäre ein weiterer schöner Tag erlebt. Auch dieses Erlebnis können wir guten Gewissens weiterempfehlen.
Hier findet der geneigte Leser also die Bild-Dokumente.
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