Heute sind wir mit Gabi (unserem sehr verehrten Gast derzeit) nach Luzern gefahren, um mit der Seilbahn den Pilatus zu erklimmen. Dieses Ausflugsziel liegt ca. 60 km von Zürich entfernt und damit nach einer Fahrtzeit von ca. 45 Minuten zu erreichen.Auf dem Hinweg hatten wir noch einem Rittersmann bei der Besetzung einer feindlichen Burg geholfen, aber das ist eine andere Geschichte...
Gegen Mittag kamen wir in Luzern an und wurden einfach ab der Ausfahrt "Kriens" den Schildern folgend zu den Pilatus Bergbahnen geleitet. Im Gegensatz zu den letzten paar Tagen war die Wetteraussicht für den Sonntag schön und obwohl es im Tal noch relativ diesig war und eine geschlossene Wolkendecke den Himmel verbarg, waren wir frohen Mutes, beim Aufstieg auf 2132 Meter über die Wolken zu gelangen und dort in den ungehinderten Genuss der Sonne zu kommen.
Die Fahrt von Kriens nach Pilatus-Kulm ging mit der Gondelbahn (kleine Gondeln für 4 Personen) über zwei Zwischenstationen zum Gipfel. Bei der letzten Station vor dem Ziel mussten wir in eine größere Gondel (für ca. 25 Personen) umsteigen, diese wurde auch von einem Schaffner begleitet und alle 15 Minuten herauf und herunter gefahren.
Der Durchstoss der Wolken war für alle Passagiere ein Wow-Erlebnis. Fuhren wir eben noch durch eine graue Nebelsuppe, in der nichts zu erkennen war, nun strahlend blauer Himmel und endlich Blick auf verschneite, erhabene Berge. Vor Schönheit traten mir sogar die Tränen in die Augen - man wird halt sentimental im Alter.
Auf dem Pilatus gab es von der Station aus die Möglichkeit in zwei Hotel/Restaurants zu speisen und auf zwei kurzen Wanderwegen die Spitzen des Gipfels hinaufzugehen und den absoluten Panorama-Rundblick zu geniessen. Es wehte dort ein eisiger und kräftiger Wind (Temperatur: -3 Grad C), der einem dann wieder Respekt vor den dort herrschenden Naturgewalten lehrte.
Besonders schön war es, in dieser Umgebung auf einmal den Klang von Alphörnern zu vernehmen, der Soundtrack zum Ausflug. Beim Hotel Pilatus-Kulm gaben 3 Musiker die getragenen Töne dieser Holzhörner zum besten, was weit entfernt davon war, kitschig zu wirken. Nach einer Stärkung mit Heissgetränken machten wir uns gegen 15 Uhr wieder auf den Rückweg, machten aber bei der Station Fräkmüntegg kurz Halt, einmal um die Masse der mitfahrenden Personen zerstreuen zu lassen und Peter noch einmal die Gelegenheit zu geben, von der großen Gondel Bilder von unten zu machen.
Ein Ausflug, der sich gelohnt hat, da sind wir uns einig. Auch ein Besuch zur Sommerszeit lohnt sich, da in Fräkmüntegg auch die längste Sommer-Rodelbahn der Schweiz ist und es dort auch einen Seilgarten hat.
Hier nun die Impressionen: Link zu Picasa
