Am Freitag haben wir uns "Dark Knight" angeschaut. Ein Film, der mit großen Erwartungen, zahlreichen Teasern und Trailern und natürlich wegen des tragischen Todes eines der Hauptdarsteller große Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.Es ist ein finsterer, aufwühlender aber auch höchst faszinierender Film, der mit ausgezeichneten Schauspielern eine Geschichte mit vielen Schichten erzählte. Entgegen der Pop-bunten Filme von Tim Burton werden von Chris Nolan mit "Batman Begins" und "Dark Knight" Figuren zum Leben erweckt, mit denen man fühlen kann, sie hasst und sich vor ihnen bis ins Mark fürchtet. Besonders die kompromisslose Darstellung des Jokers zieht einen in den Bann. "Pure Anarchie und chaotische Gewalt", so beschreibt der Regisseur die Figur selbst - und Heath Ledger ist ein Meisterstück gelungen.
Ich bedaure von Herzen, dass er nicht mehr unter den Lebenden weilt. Einmal, weil er so den IMO verdienten Oscar in eigenen Händen halten (und auch seine Tochter aufwachsen sehen) könnte. Auch, weil von einem so überragenden Darsteller vieles noch möglich gewesen wäre.
Vielleicht hat die Kunst auch hier wieder ein Opfer gefordert: wer alles gibt, dem bleibt nichts mehr...
Nachtrag vom 07.11.2008:
Endlich hat der SPIEGEL eins der letzten Interviews mit Heath Ledger online gestellt (PDF-Datei).
