30. August 2006

Herbst-Vorboten

Der Sommer scheint vorbei zu sein, zumindest die echte Bullenhitze. Für mich eine Erleichterung, da ich ohnehin ein Anhänger der gemäßigten Klimazone bin. Neben dem erfrischenden Regen, dem fehlenden Gebrumm von Nachbars Rasenmäher ist jetzt wieder ein ersehnter Vorbote des Herbstes eingetroffen, der kulinarisch viele weitere Verlockungen ankündigt: der Pflaumenkuchen. Die kleinen lila-blauen Kugeln sind jetzt genau richtig für einen schmackigen Kuchen, den ich wie folgt herstelle:

Der Boden ist aus Quark-Öl-Teig (alternativ Hefeteig, aber ich finde den Geschmack nicht so harmonisch). Hierfür nimmt man für ein normal großes (aber idealerweise tiefes, wegen der Saftentwicklung) Backblech:
  • 6oo g Mehl
  • 2 Päck. Vanillezucker
  • 2 Päck. Backpulver
  • 300 g Quark
  • 15o g Zucker
  • 1o Eßl. Öl
  • 10 Eßl. Mehl
Das ganze am besten mit einem Rührlöffel und dann per Hand zu einem weichen, leicht klebrigen Teig verarbeiten. Mit dem Knethaken des Mixers können sich natürlich taktil Unwillige behelfen. Teig ausrollen und auf's gefettete Backblech. Einen ca. 2 cm hohen Rand machen.
  • Pflaumen waschen, entkernen und an den beiden Hälften
    einritzen, dass die Pflaume wie ein "W" aussieht.
  • Reih an Reih auf den Teig geben (2,5 - 3 kg Pflaumen können schon draufpassen)
  • mit Zucker & Zimt (vorgemischt) bestreuen und dann ab in den Ofen bei
  • 180 C (Umluft 160 C) für 1 Stunde. Je nach Ofen und Teilmenge des Rezeptes (ich nehme 2/3 des Teigs und 2 kg Pflaumen) auch kürzer. Nach 1/2 Stunde oder nach Bräunungsgrad des Teigs und der Pflaumen mit Alu-Folie abdecken und zuende backen.
Wenn's ausgekühlt ist, evtl. noch ein bisschen Zucker draufgeben und mit Schlagsahne servieren, was so aussehen könnte. Mjam!

21. August 2006

Traumhafter Film

Heute abend habe ich den Film "Tim Burton's Corpse Bride" (DVD) angeschaut und ich muss sagen, es ist mal wieder ein wunderbar typischer Burton-Film entstanden. Da er offenbar seine Liebe für diese Art des Trickfilms bereits bei "The Nightmare before Christmas" entdeckt hat, gibt es nun diese schaurig-schöne Liebesgeschichte mit entzückend verqueeren Gestalten.

Gesprochen werden die Figuren von diversen Stars von Johnny Depp über Tim Burton's Gspusi Helena Bonham Carter über Deep Roy (bekannt aus "Charlie und die Schokoladenfabrik") bis Christopher Lee. Ein Genuss, diese Stimmen - auch gesanglich - zu hören. Für die Musik zeichnet übrigens wieder (Überraschung!) Danny Elfman veranwortlich: never touch a winning team oder so.

Unterhaltsam und mit anrührender (ja, für manche ist's halt kitschig) Geschichte, trotzdem zum immer mal wieder anschauen und neue Details entdecken.

Hier noch ein Nachtrag: da auch hübsche Lieder gesungen werden, möchte ich einen Refrain einstellen, der mir besonders gefallen hat (IMDB sei Dank):

Die, die we all pass away
But don't wear a frown 'cause it's really okay
And you might try and hide
And you might try and pray
But we all end up the remains of the day.

Hühnchen-Gemüse-Curry

Da ich auch heute wieder was essen möchte, folgt ein weiteres Rezept. Das Gericht kann auch ohne weiteres vegetarisch gekocht werden, dann einfach das Fleisch weglassen. Wer kein Huhn mag, kann z.B. auch mal Lamm probieren:
  • Hühnchen in kleine Streifen schneiden und mit einer gewürfelten Zwiebel in wenig Fett anbraten. Aus der Pfanne nehmen.
  • Gewürfeltes Gemüse (nach Geschmack, z.B. Zucchini, Paprika, Karotten, Blumenkohl) in reichlicher Menge ebenfalls mit wenig Fett andünsten. Das Hühnchen mit den Zwiebeln wieder zugeben, dann 2 - 3 Eßl. Curry-Paste (ich nehme gern Patak's, die es in jedem gut sortierten Asien-/Indienladen gibt) zugeben und durchrühren.
  • Mit 1/2 - 1 Dose Kokosmilch ablöschen und ca. 20 Minuten vor sich hinschmurgeln lassen. Nach Vorliebe mit etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zucker/Honig nachwürzen und ggf. etwas andicken (Sossenbinder oder Wasser und Stärke).
  • Zum Abrunden des Geschmacks gebe ich noch 1 kleinen Becher Naturjoghurt dazu, man kann auch beim Servieren noch einen Klacks Joghurt auf das Curry geben.
  • Dazu gibt es Basmati-Reis.
Und so sieht's heute aus, guten Appetit!

17. August 2006

Fischerfrühstück

Ich hab mir heute beim Bereiten des Abendessens gedacht, dass ich auch mal ein paar meiner bzw. familieneigene Rezepte ins Blog stellen kann. Ich hatte auf meiner damaligen Leo-Homepage (die inzwischen eingestampft wurde) eine Sammlung diverser Rezepte und jetzt will ich das sozusagen "restaurieren" und dank Technik sogar mit Beweisfotos dekorieren.

Heute abend gibt es "Fischerfrühstück", ein Rezept, dass von meinen Zwillingsbrüdern Norbert und Herbert aus dem Hauswirtschaftsunterricht anno dazumal mitgebracht und bei uns Kindern ein beliebtes Gericht wurde (an der Postingzeit ist zu ersehen, dass es mitnichten am Morgen serviert werden muss):
  • Fischstäbchen kross anbraten und in kleine Stücke zerteilen,
  • mit gekochten Nudeln (z.B. Spirali) mischen und mit 1 - 2 verquirrlten Eiern stocken lassen,
  • mit Salz und etwas Pfeffer (und wer mag auch mit einem kleinen Spritzer Maggi) nach Geschmack würzen.
So sieht das ganze aus und würde von mir mit dem Prädikat "rustikale Hausmannskost" versehen werden. Guten!

9. August 2006

Suchtfaktor: Hoch

Dass ich hier länger nichts eingestellt habe, ist auch einem Mit-Blogger aufgefallen. Die (echte) Erklärung dafür möchte ich nun nicht mehr verheimlichen: vor einigen Wochen ist mir das Spiel "Titan Quest" in den CD-Slot gefallen und seither habe ich mich im guten alten Diablo-Stil durch die Antike gekämpft.

Kurz zur Story: beginnend in Griechenland, das wie alle damaligen Landstriche von Monstern (Satyre, Zentauren, Harpyien etc.) überlaufen ist, muss ich beim Orakel in Delphi den Grund dafür erfragen. Die Lösung liegt allerdings in Ägypten, wo ich nach kurzer Überfahrt dann Schakale, Skorpione und Mistkäfer .. pardon Skarabäi beim Verfolgen meiner Quest aus dem Weg räume. Fast wie in TombRaider (sprich: TuhmRäider) laufe ich durch Pyramiden und habe das ein oder andere Mal Gelegenheit, den Fluch des Pharao zu erleben. Von hier gelange ich durch ein mystisches Portal nach Babylon, von wo ich meinen Weg - auf den Spuren Marco Polos - entlang der Seidenstraße ins Reich der Mitte suche. Das Ende naht, da ist doch glatt ein Titan noch auf Erden gefangen und wird von bösen Gegenspielern (Telkine) auch noch befreit. Das Vieh will Rache und legt den idyllischen Olymp in Schutt, weshalb mal wieder eine Art menschlicher Kammerjäger gefragt ist.

Bei meinem ersten Versuch als Kämpfer mit 2 Schwertern musste ich feststellen, dass ich mir am finalen Endgegner Typhon (seines Zeichens Titan) ziemlich die Zähne ausbiss und beschloss, den ersten Charakter einzustampfen und von nun an aus der Ferne mit Pfeil und Bogen meine Gegner zu plätten. Vor kurzem ist mir dann auch der Durchlauf des höchsten Schwierigkeitsgrades (Normal, Episch, Legendär) gelungen und von nun an steht - wie bei Diablo - die Suche nach den besten Gegenständen des Spiels auf dem Plan. Inzwischen bin ich recht gut ausgerüstet und wäre jetzt in der Lage, auch Legendär so zu spielen, dass man nicht an jeder Ecke stirbt :-).

Insgesamt ein tolles Spiel mit viel Liebe zum Detail. Die obligatorische Wiederholung des Handlungsstranges mit verschärften Umständen ist keineswegs langweilig, da an manchen Stellen plötzlich neue Zwischenmonster (Knochendrache, Ober-Neandertaler, Manticore) auftauchen und wieder eine Herausforderung darstellen - muss man aber zum Glück nicht erledigen.