11. April 2011

Sächsilüüte

Am 11.04.2011 feiern wir unseren ersten echten Schweizer bzw. Zürcher Feiertag: das Sechseläuten (auch dieser Link). Diesem Umstand haben wir zu verdanken, dass Peter heute den ganzen und ich einen halben Arbeitstag frei haben. Wie man Wikipedia und den Erzählungen von Kollegen entnehmen kann, soll dieser Brauch der Vertreibung des Winters (und verlängerter Arbeitszeiten) weitere Argumente hinzufügen.

Das Spektakel am Bellevue wollten wir uns wegen des zu befürchteten Massenauflaufs dies mal ersparen, es bleibt uns die Fernsehübertragung:

Um Punkt 18 Uhr schlug die Glocke und machte allen klar, dass es losgeht: der Scheiterhaufen wurde entzündet und nach 10 Minuten und 57 Sekunden explodierte der Kopf des Böögg. (Wie man wohl mit den Pferden der Reitergruppen geübt hat? Vielleicht waren sie ja immer bei den obligatorischen Schiessübungen der Schweizerischen Armee dabei...)

Wie schön nun der Sommer wird: das zeigt sich dann ohnehin erst, wenn er da ist. :-)

10. April 2011

K.O. durch Kirschtorte

Heute haben wir einen Tagesausflug ins ca. 40 km entfernte Zug (im Kanton Zug) gemacht, weil Peter bei seiner Umzugshilfe vor gut einer Woche schon Gelegenheit hatte, sich von der Schönheit des Zuger Sees zu überzeugen.

Weil in den letzten Tagen schon ausserordentlich gutes Frühlingswetter vorherrschte, waren wir gestern mit dem Rad (über großartige Radwege gen Baden) unterwegs und heute fuhren wir mit dem Auto die relativ kurze Strecke in knapp 30 Minuten.

Zug liegt zwischen Zürich und Luzern, so dass wir auf unserem Ausflug zum Pilatus hieran schon vorbei gekommen waren, aber nicht zum Lustwandeln oder Sightseeing. Für günstige 5.00 CHF Parkgebühr für den kompletten Tag stellten wir unseren Wagen am Hafen ab und liefen dann die Strecke Richtung Stadt/Altstadt an der Uferpromenade lang. Am anderen Seeufer konnten wir - leider nicht mit klarer Sicht - auf die nahen Berge inklusive dem Pilatus blicken. Zug hat eine sehr reizvolle Altstadt, die zum Bummeln einlädt.

Nach einer gemütlichen Mittagsmahlzeit holten wir uns dann für den Nachmittagskaffee die Spezialität des Ortes(/Kantons?): eine kleine Zuger Kirschtorte für 2 Personen. Wissen hätten wir es eigentlich schon müssen: mit Kirsch ist hier des öfteren nicht die schmackhafte, rote Steinfrucht gemeint, sondern der Schnaps, der aus ihr gebrannt wird (siehe Fondue). Entsprechend bewusstseinsverändernd hat sich dann der Genuss des Kuchens ausgewirkt, denn sparsam ist der Zuger Bäcker wahrlich nicht mit dem Alkohol umgangen.

Damit dies kein Fall von "Drogging" (drunken blogging) wird, beschließe ich nun und überlasse dem geneigten Leser die Impressionen des heutigen Tages bei Picasa.