23. April 2006

Enten, Schätzing und das Meer

Ich habe heute sehr schöne Geschenke von meinem Mann bekommen. Unter anderem hatte ich mir das Buch von Frank Schätzing "Die tollkühnen Abenteuer der Ducks auf hoher See" gewünscht und ich bin hoch begeistert. Die Kommentare sind mit wohlgeschliffenen Sätzen und amüsanten Einsichten gespickt, die Auswahl der Geschichten gefällt mir persönlich sehr gut.

Eine besonders schöne Beigabe ist eine CD mit einem 1-stündigen Interview mit Dr. Erika Fuchs, die langjährige und erfolgtragende Übersetzerin der Carl-Barks-Geschichten.

Frank Schätzing, der den meisten durch sein Buch "Der Schwarm" bekannt sein dürfte, beweist hiermit seine sympathische Liebe zu den Ducks und zum Meer, wobei ich mich nur im ersten Punkt uneingeschränkt anschließen kann (bei Meer fällt mir u.a. eine unerfreuliche Überfahrt auf der Irland-Fähre 1998 ein). Angenehmere Meer-Aufenthalte erhoffe ich mir z.B. für den Juni, wo zu einem Hotel-Aufenthalt auch eine Delphin-Besichtigung auf dem Moray Firth gehört.

21. April 2006

Musik zum Geburtstag

Am Sonntag, 23.04. habe ich Geburtstag. Das ist soweit nicht ungewöhnlich, passiert sogar jedes Jahr wieder.

Allerdings gibt es zu diesem Termin ein schönes musikalisches "Geschenk", denn an diesem Tag tritt meine Gesangslehrerin gemeinsam mit ihrem Mann (Begleitung am Klavier) in Spenge auf. Die Profis, die Peter und mir einmal pro Woche was beibringen sollen, hören wir nicht alle Tage, und diesen Genuss werden wir uns nicht entgehen lassen .

Anlass für den Auftritt ist übrigens ein Benefiz-Konzert zugunsten einer neuen Orgel in der St. Martins-Kirche Spenge.

8. April 2006

Nächster öffentlicher Auftritt

Sonntag, 09.04.2006, Stiftskirche Enger.

Anmerkung danach: heute hielt sich zum ersten Mal das Lampenfieber in Grenzen. Das erste Lied "Die bittre Leidenszeit" wurde von der Empore neben der Orgel gesungen. Das zweite Stück "Fisherman Peter" (South Carolina Spiritual von Robert J. Powell) haben Angelika und ich vor dem Altar direkt vor den Besuchern des Gottesdienstes gesungen. Peter spielte hierfür auf dem E-Piano.

(Beweismittel: Neue Westfälische vom 08.04.2006)

5. April 2006

Partial freedom accomplished!

Im Gegensatz zum Präsidenten einer Weltmacht habe ich erreicht, was ich geplant hatte: seit dem 01.04.2006 arbeite ich nur noch in Teilzeit an der Uni.

Die neu gewonnene Zeit und (so hab ich schon erkannt) Lebensqualität stehen in keinem Verhältnis zum Verlust der Arbeitsmenge und auch nicht dem anteiligen Gehalt. Wobei ich noch gespannt bin, wie es sich finanziell genau auswirken wird, PcBAT (ein freundliches Tool zur Gehaltsabschätzung) hat schon eine Prognose zur Nettoauszahlung gemacht und es ist ok. Schließlich ist Geld nicht alles. :-)

(Nachtrag: mir fällt grade auf, dass die Taschenuhr auf dem Bild meinen sonst üblichen Feierabend anzeigt. Bye bye Miss 4 o'clock!)

3. April 2006

Alle Wetter!

Genau das hat in den letzten Tagen ganz schön kreativ gezeigt, was es auf Lager hat. Ein wenig vorschnell zum berühmt-berüchtigten April-Wetter gab es letzte Woche/am Wochenende Gelegenheit für ein paar hübsche Schnappschüsse (ich liiiiiebe diese Digitalkamera: Canon IXUS 55):
Die Wolken ziehn dahin / Sie ziehn auch wieder her / Der Mensch lebt nur einmal / Und dann nicht mehr"

(Altes Entenhausener Liedgut, übersetzt von Erika Fuchs)

Dann gab es hübsche und teilweise recht kräftige Regenschauer, die in Kombination mit Sonnenlicht folgende reizvolle Naturerscheinung namens Regenbogen ergaben:

28. März 2006

Frühling ist da!

Da seit dem Wochenende schon die "Sommerzeit" herrscht, war es notwendig - um den Lauf der Jahreszeiten nicht allzu sehr durcheinander zu bringen - erstmal den Frühling dazwischen zu schieben. Die Temperaturen von mehr als 14 Grad Celsius und Regen statt Schnee versprechen da schon mal was.

Was mich aber handfest und in seiner ganzen Schönheit überzeugt, ist mein Pfirsichbäumchen (den ich im letzen Frühjahr aus einem gekeimten Kern - was man bei der Gartenarbeit halt so findet neben Fasanenfüssen - gezogen habe). Er war leider zum Ende des Jahres von ekligen Spinnmilben befallen, die ich auch mit Seifenwasser nicht recht wegbekam und hat dann seine Blätter abgeworfen. Zum Glück war das also normal und nicht wegen schlechter Pflege.

Hier die prachtvollen Blätter, die in saftiger Frische erschienen:

Truth or dare?

Ich stieß heute zufällig auf den lebenswichtigen und hochinformativen Quiz: "Which Horror Movie Character are you?" - selbstverständlich eine Frage, die mich nicht mehr losließ, bis ich das Ergebnis hatte:

You are Sadako, from "Ringu." You are beyond scary.
Ich muss gestehen, das Ergebnis erschreckt mich mehr als der gruseligste Gruselfilm, den ich bisher gesehen habe. *schluck*

27. März 2006

Elementary, dear Watson

Letztes Wochenende wurde ganz im Zeichen von Sherlock Holmes verbracht.

Nachdem Peter und ich uns uneins waren, ob nun Basil Rathbone oder Jeremy Brett der Sherlock Holmes Darsteller schlechthin wäre (Peter Cushing ist zwar auch noch nennenswert, er wurde aber nie so sehr auf diese Rolle geprägt und ist dem ein oder anderen sicher noch als B-Movie Horrordarsteller im Gedächtnis), haben wir die komplette 1. Staffel der "Adventures of Sherlock Holmes" angesehen (4 DVDs).

Vom Darsteller-Duo Jeremy Brett/David Burke (letzterer spielte leider nur in der 1. Staffel den Dr. Watson) geht IMO in dieser Serie ein besonderer Charme aus (in der englischen Tonfassung, die deutsche Synchronisation ist im Vergleich unpassend besetzt) und ich finde besonders die Ausführung der Holmes-Rolle durch Jeremy Brett durch seine ausserordentliche Interpretation sehr reizvoll.

Wurde Holmes in anderen Darstellungen als kühler und beherrschter Charakter gezeigt, so geschieht dies zwar auch hier, jedoch erhält die Rolle durch das Aufblitzen (anders kann man diese minimalen Ausbrüche von Gefühlsleben nicht bezeichnen) spitzbübischen Grinsens oder jungenhaftes Laufen und Springen bei der Spurensuche eine teilweise komische Tiefe, die ungewöhnlich ist und neben dem deutlichen Blick auf die dunkle Seite (Kokainkonsum) des Protagonisten eine Figur auferstehen liess, die sicherlich blutete, wenn man sie schnitte.

Freudig überrascht war ich, in dieser Serie einige andere Schauspieler wiederzuerkennen (Prof. Moriarty wurde durch Eric Porter dargestellt, der den warmherzigen Anwalt Havisham in "Der kleine Lord" spielte und Mycroft Holmes, der ältere Bruder von Sherlock Holmes, war Charles Gray - bekannt als Ernst Stavro Blofeld in "James Bond 007 - Diamantenfieber"). Und die bei IMDB gefundene Information, dass Jeremy Brett die Rolle des Freddy Eynsford-Hill in "My Fair Lady" gespielt hat (das bisher einzige Musical, dass mir gefällt), rundet das Bild überaus positiv ab.

Die 4 DVDs der ersten Staffel machen großen Appetit auf mehr, und dank Amazon.co.uk muss man nicht auf ein Stückwerk aus (überteuerten) einzelnen Staffeln und Spielfilm-Folgen warten, sondern kann sich den ganzen Batzen auf einmal holen: The complete collection.

17. März 2006

Säureopfer

Der Artikel in der Neuen Westfälischen vom 17.03.2005 über Monira Rahman und ihre Hilfe für Säureopfer in Bangladesh hat mich sehr berührt. Betroffen sind hauptsächlich Frauen, die von abgewiesenen Männern, Familien oder Nachbarn mit Säure verletzt und verstümmelt werden. Oft sind diese Angriffe tötlich.

Auf der Webseite der Organisation "Acid Survivors Foundation" wird über Schicksale berichtet, aber auch zur Mithilfe (u.a. durch Zusendung von Medikamtenen oder Geldspenden) aufgerufen. Für Hilfswillige ausserhalb von Bangladesh gibt es eine Bankverbindung für International Bank Transfer.

Bitte helft mit!

Nachtrag: Hier ein Artikel im SPIEGEL vom 21.03.2006.

28. Februar 2006

Online-Grußkarten

... gibt es vielleicht wie Sand am Meer, aber dieses Portal ist nett, hübsch und (noch) übersichtlich. Ausserdem war das die Bachelorarbeit einer netten Studentin, so dass ich an dieser Stelle gerne mal dafür Werbung machen möchte:

http://www.mystarcards.de/

27. Februar 2006

Winter-Wehen

Wahrscheinlich sind das die letzten Zuckungen dieses Winters, wenn morgens nur noch ein bisschen Puderschnee auf den Straßen liegt und man nicht mehr den Eiskratzer bemühen muss.

Vor einigen Wochen gab es allerdings diese irre Kälte, bei der das Wasser in der Luft gefror und sich das Eis auf allen möglichen Oberflächen absetzte. Ein paar schöne Fotos hab ich noch hier:

Blick vom Balkon
Unsere Hängebirke
Nahansicht der Birkenzweige

23. Februar 2006

Stöckchen zuwerfen

Ich fühle mich bemüßigt, das Stöckchen von dyfa aufzufangen und meine Liste anzugeben:

Vier Jobs, die ich in meinem Leben hatte:
1. Schrauben-Tütchen-Packerin in einer Küchenfabrik
2. Küchen- und Putzhilfe auf einem Reiterhof
3. Nachhilfelehrerin in Englisch
4. Sekretärin an einem Informatik-Lehrstuhl

Vier Filme, die ich immer wieder anschaue:
1. Chocolat
2. American Beauty
3. Chihiros Reise ins Zauberland
4. Harry & Sally

Vier Orte, an denen ich gelebt habe:
1. Spenge
2.-4. Exisitieren leider nicht, ich bin noch nie umgezogen!

Vier TV-Sendungen, die ich gerne anschaue:
1. Simpsons
2. Tatort (mit den Münsteranern und Kölnern)
3. Koch-Reportagen von Werner Teufl
4. Servicezeit (WDR)

Vier Plätze, an denen ich mal Urlaub gemacht habe:
1. Uttendorf (Österreich)
2. Föhr (Nordsee)
3. Wexford (Irland)
4. Side (Türkei)

Meine vier Lieblingsgerichte:
1. Hühnchen-Gemüse-Curry
2. Kohlrouladen
3. Lecker Steak mit Folienkartoffel
4. Wurstebrei mit Pellkartoffeln

Vier Webseiten die ich täglich besuche:
1. MacGadget
2. Google
3. ebay
4. Beruflich halt...

Vier Orte, an denen ich in diesem Moment gerne wäre:
1. Schon in Schottland, wohin es dieses Jahr in Urlaub geht
2. Zu Hause, mit meinem Schatz neben mir
3. In der Badewanne
4. Irgendwo auf einer grünen Wiese, wo mir die Sonne den Rücken wärmt

Vier Blogger, denen ich dieses Stöckchen hinwerfe:
1. Örn
2. Marc Tönsing
3.- 4. Wer immer Lust dazu hat! :-)

1. Dezember 2005

Weihnachten im Dezember (Fortsetz.)

Wie ich schon am 01.06. geschrieben hatte, haben wir im Sommer mit den Proben für das Weihnachtskonzert angefangen. Bei mir und meinen Mitsängerinnen (die dann auf eine Sängerin geschrumpft sind) waren das die Lieder "O Tannebaum" in der westfälischen Fassung und das französische Weihnachtslied (das aber einen englischen Text hat) "The Holly and the Ivy".

Die Proben umfassten auch die Darstellung einer Szene, in deren Rahmen die Lieder entsprechend eingebunden werden sollten. Aber wegen Problemen und Nachlässigkeiten bei den anderen Mitschülerinnen - insbesondere denen im Teenie-Alter - wurde das ganze dann spontan hingeworfen und die "braven Schülerinnen" durften am 26.11.05 bei einem Adventskonzert in der Stiftskirche Enger singen (siehe Zeitungsartikel).

Beim Schülerkonzert am 02.12.2005 wird dann noch das Lied "California Dreaming" vorgetragen, dass ich zwei-stimmig mit meiner Mitschülerin Angelika vorstelle. Mit ihr singe ich unheimlich gerne Duetts, weil unsere Stimmen sich fantastisch ergänzen. Mein Mann hat unsere Stimmen mal so beschrieben: Angelikas Stimme ist ein "geschliffener Opal" und meine ein "Kristall, der in alle Richtungen strahlt". *Tränchen aus dem Auge wisch* ... er ist ja so subjektiv. :-)

Übrigens spielt Peter auch beim Schülerkonzert und zwar die "Fantasie" von Mozart (ähm, bitte noch um Details ergänzen) und endlich höre ich es mal auf einem Flügel. :-)

Doppelgänger in New York!

Beim Zufälligen Durchstöbern des Blogs einer Absolventin stieß ich auf das Bild einer Katze und zwar den Kater "Mr. Chainsaw", in New York. Erstaunlicherweise ähnelt meine Katze "Mink" diesem Genossen doch ziemlich, besonders der weiße Fleck an der Schnute kommt mir recht selten vor...

Hier der Foto-Vergleich:

Mink: Miiiiiiiiiaaaaaaaaaaaaaauuurgggggggghhh!
(Übersetz.: "Ich glaub's ja nicht - ich bin doch eine einzigartige Katze.
Der soll bloß froh sein, dass uns ein großer Teich trennt!")

Anmerk. am 27.03.06: leider ist das Bild von Mr. Chainsaw verschwunden, was nichts mit einem tätlichen Angriff zwischen den Felinen zu tun hat, sondern das Blog ist nicht mehr verlinktbar und damit auch das Foto weg. Schade das.

26. August 2005

Weltklasse Trommeln

Nachdem mein Liebster uns schon am Anfang des Jahres mit 2 Karten für Yamato beglückt hat, war es gestern soweit: um 20 Uhr in der Stadthalle Bielefeld schlugen jeweils 5 japanische Jungs und Mädels die Trommeln nicht zum Weltuntergang sondern zu einem furiosen Klang- und Rhythmus-Spektakel, das sehens- und hörenswert ist! Wir saßen in der 5. Reihe und hatten vorsichtshalber Ohrstöpsel eingepackt, die aber gar nicht notwendig waren, im Gegenteil, die Akkustik war hervorragend.

Die Vorstellung teilte sich in 2 x 45 Minuten Darbietung, wobei der erste Teil eher eine lockere Atmosphäre hatte und die Trommeleien mit komischen Szenen und Spielen sehr unterhaltsam waren. Besonders gefallen hat mir das Stück, in dem 3 Spieler mit Zimbeln musizierten und dies als Ballspiel inszenierten.

Nach der Pause waren alle Musiker in festlichere Gewänder gehüllt, entsprechend ernsthafter waren die Darbietungen und gaben einen interessanten Einblick in die musikalische Tradition Nippons. So wurden nicht nur Taiko-Trommeln in unterschiedlichen Ausführungen und Größen (wobei die größte Daiko lt. Programm einen Durchmesser von 1,70 m hat und 400 kg schwer ist) gespielt, auch japanische Bambusflöten (Shakuhachi), "Japan-Banjos" (Shamisen) und japanische Zithern (Koto) kamen im zweiten Teil der Vorstellung zum Einsatz.

Das Konzert war ein wundervolles Erlebnis, eine hör- und spürbare Erfahrung. Anders als ich erwartet habe, waren die Trommelrhythmen nicht nur mitreissend sondern auch teilweise so gegenwärtig, dass sich eine meditative Entspannung breit machte: Augen schliessen und im Klang treiben lassen.

Meine Hochachtung gilt allen 10 Künstlern, die sich durch Hingabe an die Instrumente, ihr Charisma und natürlich ihre wohldefinierten Oberarme ausgezeichnet haben!

Und als letzten Sahnetupfen möchte ich noch meinen Lieblings-Haiku anfügen:
"The stones are sleeping under their blankets of snow.
I am so happy."

9. August 2005

Comics und -zeichner

Obwohl Nicht lustig 3 von Joscha Sauer schon ne Weile draussen ist, bin ich heute erst auf den Audio-Kommentar zum Buch gestossen. Für Windows oder Mac sind das jeweils etwa 16 - 17 MB große Dateien, die einen Heidenspass beim Buch-Lesen und Bequatscht-Werden versprechen. Wenn's gut ist, schreib ich noch was dazu!

Gespannt bin ich auch auf die Kommentare von Flix, der mit seinen Büchern "Held" und "Sag was" spitzenmäßige Comics vorgelegt hat, die das Klischee von Trivial-Literatur echt Lügen strafen dürften (Huhu Flix, ich hatte mir vorgenommen, Dir auch einen Kommentar zu "Sag was" zu schicken, aber das ist bislang nur frommer Vorsatz geblieben).

Ist übrigens noch jemanden das Cross-Over von "Nicht lustig 2" und "Held" aufgefallen? :-)

4. August 2005

Animes

Seit ein paar Tagen läuft im Fernsehn der Kino-Trailer für Hayao Miyazakis neuen Film "Das wandelnde Schloss". Nachdem ich von "Chihiros Reise ins Zauberland" wirklich bezaubert war, bin ich sehr auf diese neue Geschichte gespannt. Der Stil der Erzählung, die Zeichnungen und die phantastischen Hintergrundbilder sind wirklich einmalig schön.

Eigentlich bin ich kein Fan von Animes oder Mangas (wer in seiner Kindheit mit "Heidi" verseucht wurde, weiss was ich meine), in letzter Zeit sind aber viele japanische Zeichentrickfilme bei uns im Haushalt gelandet.

Wirklich interessant ist die Reihe "Neon Genesis Evangelion", in der von Kindern gesteuerte Riesenroboter sich mit Ausserirdischen (Engel genannt) auseinander setzen müssen. Selbstverständlich bleiben die unsäglichen Kulleraugen oder grotesk aufgerissenen Münder nicht aus, diese Aussetzer beschränken sich aber zum Glück auf die wenigen Situationen, in denen diese Komik auch für eine Langnase passend wirkt. Die erste DVD war schnell geschaut und zum Glück war auch die zweite gleich zur Hand, ansonsten wäre der Cliffhänger schwer zu ertragen gewesen.

Es ist wohl so wie mit Wein oder Käse, je älter man wird, desto eher mag man die Dinge, um die man früher einen großen Bogen gemacht hätte. ;-)

3. Juni 2005

Das Kino und die Chipstüte

Gestern waren Peter und ich im Kino. Angeschaut haben wir uns den Film "Unleashed" mit Jet Li und Morgan Freeman, ein Film den ich empfehlen kann (auf das Wort "uneingeschränkt" möchte ich hier verzichten, weil die dargestellten Kampfszenen eine fast nicht zu überbietende Brutalität haben, die ich jedoch für fast real und für die Geschichte als notwendiges und wichtiges Element ansehe).

Das Kino (Saal 6 im Kinoplex in Bad Oeyn) war leer, als wir um 20.00 Uhr reingehen, der Film begann um 20.15. Bis dahin trudelten weitere 6 Besucher rein, die sich angenehm verteilten... doch das letzte junge Pärchen kam, mit Chipstüte und Bier bewaffnet und setzte sich: 2 Plätze neben uns. :-(

Die Tüte an sich (was IMO eigentlich verboten werden müsste) brachte vorhersehbares Ärgernis mit sich, aber die beiden Kiddos (ich schätze sie auf 18 - 20) redeten bei fast allen Szenen während des ganzen Films. Gedanken wie "Ich wünschte, Danny würde die beiden mal ohne Halsband besuchen" drängten sich auf. Was mich am meisten verstimmte war die Tatsache, dass die Handlung des Films sich um eins der besten Themen dreht: nämlich Menschlichkeit und Nähe. Ohne zuviel verderben zu wollen, drei wunderbare Aspekte des Menschseins ermöglichen es Danny, zum Menschen zu werden. Dies sind anständiges Essen, Musik und menschliche, aufrichtige Wärme. Im krassen Widerspruch dazu steht "Onkel" Bart.

Was machen solche Schwätzer in so einem Film? Das sind Perlen vor die Säue geworfen! *schluchz*

Mein Tipp: ansehen und die sämtlich überzeugenden Darsteller geniessen. Zur Not dann sofort nach Erscheinen daheim auf DVD!

Schlimmster Performance-Tiefpunkt: Mozarts Sonate Nr. 11 in A-Dur wird viel zu langsam gespielt!

1. Juni 2005

Weihnachten im Frühsommer

Heissa, jetzt ist die Zeit, sich mit Weihnachten und Weihnachtsliedern zu befassen! So jedenfalls die Idee meiner lieben Gesangslehrerin.

Statt des üblichen Schülerkonzerts zum Jahresende, wo jeder Klavier- und Gesangsschüler (wobei wir 1 männlichen Sänger dabei haben, wow!) das zum besten gibt, was er zu dem Zeitpunkt am besten kann, gibt es nun ein Themen-Konzert.

Wobei es nicht nur beim reinen Vortragen bleibt, wir dürfen uns auch überlegen, wie wir die Szene ummalen, umspielen, dekorieren, welche Ideen wir reinbringen wollen, um das Publikum zu unterhalten.

Da meine Mutter ein unerschöpflicher Quell alter Volks- und Weihnachtslieder ist, hatte ich sie gebeten, mir ein Lied aufzuschreiben, dass es bei uns immer zum Advent zu hören gab: nämlich das von dem Esel, der mit Knecht Ruprechts Weihnachtsgeschenken von Island ans Schwarze Meer will. Kennt sonst keiner, aber ist auch nicht wirklich für anspruchsvolle Hörer (hier: älter als 5 Jahre) geeignet. Ob ich das verwenden will, weiss ich noch nicht, aber ich hab auch jetzt, wo es vor kurzem 35 Grad hatte, nicht wirklich eine gute Idee!

20. Mai 2005

Gedanken zum Leben

Erst wenn jemand stirbt, denkt man über das eigene Leben - oder besser: die eigene Sterblichkeit - nach.

Anfang Februar ist mein Vater im Alter von 81 Jahren gestorben, gut 3 Wochen vor seinem 82. Geburtstag. Er hatte wohl keine Lust mehr, den zu feiern.

In dieser kurzen Zeit bisher habe ich erstaunliche Erfahrungen gemacht, viel über mich und meine Umwelt gelernt und begriffen, dass Tod überhaupt nicht schlimm ist, erst recht nicht der eigene. Am Schlimmsten sind die Hinterbliebenen und deren doch sehr unterschiedlichen Wege, mit diesem Umstand zurecht zu kommen.

Eine Sache bleibt aber immer: Dankbarkeit. Für einen tollen Vater, der mich (das Nesthäkchen) immer unterstützt hat und auf meiner Seite stand. Ein echter Kumpel und ein Mensch, von dem ich viel lernen konnte. Wenn ich also diese Welt verlasse, dann macht mir das keine Sorge, denn da ist schon jemand, auf den ich mich dann unheimlich freuen kann. Mein Papa.