20. Mai 2005

Gedanken zum Leben

Erst wenn jemand stirbt, denkt man über das eigene Leben - oder besser: die eigene Sterblichkeit - nach.

Anfang Februar ist mein Vater im Alter von 81 Jahren gestorben, gut 3 Wochen vor seinem 82. Geburtstag. Er hatte wohl keine Lust mehr, den zu feiern.

In dieser kurzen Zeit bisher habe ich erstaunliche Erfahrungen gemacht, viel über mich und meine Umwelt gelernt und begriffen, dass Tod überhaupt nicht schlimm ist, erst recht nicht der eigene. Am Schlimmsten sind die Hinterbliebenen und deren doch sehr unterschiedlichen Wege, mit diesem Umstand zurecht zu kommen.

Eine Sache bleibt aber immer: Dankbarkeit. Für einen tollen Vater, der mich (das Nesthäkchen) immer unterstützt hat und auf meiner Seite stand. Ein echter Kumpel und ein Mensch, von dem ich viel lernen konnte. Wenn ich also diese Welt verlasse, dann macht mir das keine Sorge, denn da ist schon jemand, auf den ich mich dann unheimlich freuen kann. Mein Papa.

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