26. August 2005

Weltklasse Trommeln

Nachdem mein Liebster uns schon am Anfang des Jahres mit 2 Karten für Yamato beglückt hat, war es gestern soweit: um 20 Uhr in der Stadthalle Bielefeld schlugen jeweils 5 japanische Jungs und Mädels die Trommeln nicht zum Weltuntergang sondern zu einem furiosen Klang- und Rhythmus-Spektakel, das sehens- und hörenswert ist! Wir saßen in der 5. Reihe und hatten vorsichtshalber Ohrstöpsel eingepackt, die aber gar nicht notwendig waren, im Gegenteil, die Akkustik war hervorragend.

Die Vorstellung teilte sich in 2 x 45 Minuten Darbietung, wobei der erste Teil eher eine lockere Atmosphäre hatte und die Trommeleien mit komischen Szenen und Spielen sehr unterhaltsam waren. Besonders gefallen hat mir das Stück, in dem 3 Spieler mit Zimbeln musizierten und dies als Ballspiel inszenierten.

Nach der Pause waren alle Musiker in festlichere Gewänder gehüllt, entsprechend ernsthafter waren die Darbietungen und gaben einen interessanten Einblick in die musikalische Tradition Nippons. So wurden nicht nur Taiko-Trommeln in unterschiedlichen Ausführungen und Größen (wobei die größte Daiko lt. Programm einen Durchmesser von 1,70 m hat und 400 kg schwer ist) gespielt, auch japanische Bambusflöten (Shakuhachi), "Japan-Banjos" (Shamisen) und japanische Zithern (Koto) kamen im zweiten Teil der Vorstellung zum Einsatz.

Das Konzert war ein wundervolles Erlebnis, eine hör- und spürbare Erfahrung. Anders als ich erwartet habe, waren die Trommelrhythmen nicht nur mitreissend sondern auch teilweise so gegenwärtig, dass sich eine meditative Entspannung breit machte: Augen schliessen und im Klang treiben lassen.

Meine Hochachtung gilt allen 10 Künstlern, die sich durch Hingabe an die Instrumente, ihr Charisma und natürlich ihre wohldefinierten Oberarme ausgezeichnet haben!

Und als letzten Sahnetupfen möchte ich noch meinen Lieblings-Haiku anfügen:
"The stones are sleeping under their blankets of snow.
I am so happy."

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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