3. Juni 2005

Das Kino und die Chipstüte

Gestern waren Peter und ich im Kino. Angeschaut haben wir uns den Film "Unleashed" mit Jet Li und Morgan Freeman, ein Film den ich empfehlen kann (auf das Wort "uneingeschränkt" möchte ich hier verzichten, weil die dargestellten Kampfszenen eine fast nicht zu überbietende Brutalität haben, die ich jedoch für fast real und für die Geschichte als notwendiges und wichtiges Element ansehe).

Das Kino (Saal 6 im Kinoplex in Bad Oeyn) war leer, als wir um 20.00 Uhr reingehen, der Film begann um 20.15. Bis dahin trudelten weitere 6 Besucher rein, die sich angenehm verteilten... doch das letzte junge Pärchen kam, mit Chipstüte und Bier bewaffnet und setzte sich: 2 Plätze neben uns. :-(

Die Tüte an sich (was IMO eigentlich verboten werden müsste) brachte vorhersehbares Ärgernis mit sich, aber die beiden Kiddos (ich schätze sie auf 18 - 20) redeten bei fast allen Szenen während des ganzen Films. Gedanken wie "Ich wünschte, Danny würde die beiden mal ohne Halsband besuchen" drängten sich auf. Was mich am meisten verstimmte war die Tatsache, dass die Handlung des Films sich um eins der besten Themen dreht: nämlich Menschlichkeit und Nähe. Ohne zuviel verderben zu wollen, drei wunderbare Aspekte des Menschseins ermöglichen es Danny, zum Menschen zu werden. Dies sind anständiges Essen, Musik und menschliche, aufrichtige Wärme. Im krassen Widerspruch dazu steht "Onkel" Bart.

Was machen solche Schwätzer in so einem Film? Das sind Perlen vor die Säue geworfen! *schluchz*

Mein Tipp: ansehen und die sämtlich überzeugenden Darsteller geniessen. Zur Not dann sofort nach Erscheinen daheim auf DVD!

Schlimmster Performance-Tiefpunkt: Mozarts Sonate Nr. 11 in A-Dur wird viel zu langsam gespielt!

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